Über mich

Meine Welt, mein Leben, meine Realität

Ihr wollt also alles über mich wissen. Wer ich bin. Welche Zufallsbegegnung von Pinsel & Leinwand erschuf das Gesicht, das ich sehe? Warum ich das Mädchen im Spiegel so sehr hasste, dass ich es entstellte, in eine Fremde verwandelte, oder auch nicht. Ihr wollt also die ganze Geschichte hören. Warum ich schwankte, von der Hauptstraße scharf nach links abbog, ohne Rücksicht auf all jene, die meinen Staub schlucken, und beschleunigte. Ich rase mit Vollgas und ohne Tempolimit bis in den Wahnsinn.

Einsamkeit ändert alles.
Angeblich verzerrt sie die Wirklichkeit,
aber sie ist genau der Ort, den ich brauche:
Keine Mutter,
                        Lilly, die mir fremd & fremder wird, weil
                        sie im Alter immer noch viel erreichen möchte.
Kein Vater,       
                        Chuck, ernst & schwerfällig,
                        mit unerfüllbaren Erwartungen.
Keine große Schwester,
                        Leigh, unsicher & verängstigt,
                        mit einem großen ego.

Alleinsein
            
     heißt, mit der Person zu sein, die in mir steckt.
     Inzwischen mag ich sie ein bisschen lieber
     als die Hülle, die ich nach außen zeige.

Sie ist nicht gerade schweigsam,
     brüllt Obszönitäten, weil sie ihr so leicht über
     die Lippen gehen,
nicht gerade Klassenbeste,
     aber in sehr, sehr vielen Hinsichten beneidenswert
     begabt,
nicht gerade fein,
     spuckt wie ein Junge,
nicht gerade vernünftig,
     um ganz offen zu sein, wundere ich mich
     manchmal selbst über sie.

Alleinsein

     heißt, dass es keine perfekte Tochter gibt,
     keine vielversprechende Schülerin,
     keine Marilyn Jessica Princton.
                              
Es gibt nur Bree.