Freitag, 27. Mai 2011

Der Junge im gestreiften Pyjama

Der Junge im gestreiften Pyjama




Inhalt
Bruno lebt im Zweiten Weltkrieg. Er ist 8 Jahre alt und versteht noch nicht ganz, was vor sich geht. Er weiß nur, dass sein Vater eine wichtige Arbeit bekommen hat. Aus diesem Grund muss die ganze Familie umziehen. Nach Auschwitz. Als Bruno durch das Fenster seines neuen Zimmers sieht, entdeckt er nicht weit entfernt einen hohen Stacheldrahtzaun, hinter dem sich unzählige Menschen in blau-weiß gestreiften Pyjamas befinden. Wie gern würde Bruno sich doch hinüber schleichen und die Menschen kennen lernen, wenn möglich sogar einen neuen Freund zum Spielen finden! Doch die Eltern haben ihm verboten, das Grundstück zu verlassen.
Einen kleinen Jungen, der eines Tages ein großer Forscher werden will, hält jedoch kein Verbot zurück. Und so dauert es nicht lange, ehe Bruno sich vor dem Stacheldraht befindet, auf dessen anderer Seite ein gleichaltriger Junge namens “Schmuel” sitzt. Ein Junge im gestreiften Pyjama, der von sich sagt, dass er Jude sei.
Als dieser eines Tages seinen Vater nicht mehr finden kann, weiß Bruno, dass er seinem Freund helfen muss und verspricht, am nächsten Tag eine Schaufel mitzubringen, um sich unter dem Zaun hindurchzugraben. Außerdem ist es eine perfekte Gelegenheit die seltsame Wohngegend seines neuen Freundes kennenzulernen.
Eine verheerende Entscheidung, wie jedem Zuschauer schnell klar wird, wenn er mit ansehen muss, wie der kleine Junge sich auf die Seite des Konzentrationslagers zwängt.
Meine Meinung
Filme um und über den Zweiten Weltkrieg gibt es viele. Das Besondere an diesem aber ist die Perspektive, aus der er erzählt wird. Durch die Augen des kleinen Bruno erlebt der Zuschauer das Leben im Krieg und die Ermordung der Juden auf ganz neue Weise. Durch sein fehlendes Wissen begreift Bruno nicht, dass sein eigener Vater das KZ und die Vernichtung der Juden anleitet, dass man sich nicht mit Menschen jüdischen Glaubens abgeben darf und warum diese Menschen hinter Stacheldraht leben und leiden müssen. Verwirrt versucht Bruno sich seine eigenen – kindlich naiven – Erklärungen zu schaffen, muss sich aber jeden Tag aufs Neue eingestehen, dass doch alles anders ist, als gedacht. Furchtbarer.
Neben der Vorstellungskraft des kleinen Jungen werden dem Zuschauer aber auch Einblicke in andere Bereiche des Lebens geboten. Eine Mutter, die um ihre Kinder bangt, da sie selbst nicht ganz hinter der Arbeit ihres Mannes zu stehen scheint, die sich um ihre Tochter sorgt, die nach und nach dem Nationalsozialismus verfällt. Jeder sollte diesen Film einmal geguckt haben.
Fazit
Dieser gefühlvolle Film ist für all diejenigen zu empfehlen, die das schwierige Thema der Judenvernichtung und Konzentrationslager einmal aus einer anderen Perspektive betrachten wollen. Ein gelungener Film voller Spannung, dessen absoluter Höhepunkt das Ende ist.


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